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Zweisprachige Erziehung


Der Weg zur Zweisprachigkeit

5 Punkte - So gelingt die zweisprachige Erziehung am besten

Zweisprachige Erziehung in der Familie
Zweisprachige Erziehung in der Familie
Zweisprachige Erziehung in der Kita
Zweisprachige Erziehung in der Kita

1. Natürliche Zweisprachigkeit

Von einer natürlichen Zweisprachigkeit spricht man, wenn Vater und Mutter unterschiedliche Sprachen sprechen oder die Umgebungssprache eine andere Sprache ist, als die Muttersprache der Eltern.  Eine künstliche Zweisprachigkeit entsteht wenn Eltern mit ihren Kindern in einer Sprache sprechen, die sie selbst nicht perfekt beherrschen. Davon ist dringend abzuraten.

Jedes Elternteil sollte in der Sprache mit seinem Kind sprechen, die er am besten beherrscht!

2. Positive Einstellung zur Zweisprachigkeit

Kinder die mehrere Sprachen sprechen haben später große Vorteile. Wissenschaftliche Untersuchungen belegten eine größere Offenheit, Flexibilität und sogar einen Intelligenzzuwachs. Eltern sollten sich diese Vorteile verinnerlichen und ihrem Kind die schönen Aspekte beider Kulturen zeigen, z.B. in dem die Feste beider Kulturen gefeiert werden.

Zweisprachigkeit macht klug und bereichert das Leben!

3. Förderung der Muttersprache

Die Muttersprache ist die Basis auf der die zweite Sprache aufbaut, daher sollte diese besonders reich und vielfältig sein. Ist die Erstsprache instabil, wird die Zweitsprache selten besser. In der Fachsprache nennt sich dieses Phänomen doppelte Halbsprachigkeit. Das Vorlesen von Büchern fördert die Qualität der Sprache, da die Schriftsprache in der Regel eine höhere Qualität als die mündliche Kommunikation hat.

Da die Erstsprache die Grundlage für die Zweitsprache bildet, ist eine hohe Qualität wichtig!

4. Klare Sprachtrennung beider Sprachen

Das gleichzeitige Erlernen mehrere Sprachen ist für das Kind nur dann nicht verwirrend, wenn die Sprachen klar getrennt werden. Diese Trennung ist gegeben wenn Vater und Mutter jeweils konsequent in ihrer Sprache sprechen.

Eine klare Trennung der Sprachen ist wichtig. Mischkommunikation ist für das Kind verwirrend.

5. Ausgewogenheit beider Sprachen

Wenn das Ziel ist, dass das Kind später beide Sprachen gut beherrscht, muss es auch beide Sprachen erleben.  Die Umgebungssprache hat von selbst immer ein großes Gewicht. Die  Familiensprache sollte daher nicht der Umgebungssprache angepasst werden. Regelmäßige Reisen ins Heimatland und Kontakt zu Menschen beider Kulturen sorgt für eine Ausgewogenheit.

Das Kind braucht Kontakte in beiden Sprachen und Einblicke in beide Kulturen!

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